Bobath-Therapie

Ziel der Therapie ist, dass das Kind sich gemäß seiner Fähigkeiten optimal entwickelt und größtmögliche Selbständigkeit im Alltag erreicht.

Was ist das Bobath-konzept

Das Bobath-Konzept ist ein physiotherapeutisches Therapie-Konzept auf neurophysiologischer Grundlage. Es versteht sich als ganzheitliches Konzept und bezieht motorische, sensorische, perzeptive, kognitive, kommunikative, emotionale und soziale Funktionen in die Befundaufnahme und Behandlung mit ein.

Befundaufnahme, Behandlungsplanung und Behandlung gehen fließend ineinander über und es entsteht eine Interaktion zwischen den Beteiligten. Im Gegensatz zu defizit-orientierten Therapieformen wird dabei ressourcenorientiert gearbeitet. Somit werden vorhandene Fähigkeiten hervorgehoben und genutzt, um Schwierigkeiten zu beheben und zu minimieren.

Jede Behandlung erfolgt nach individuellem Befund und geht einher mit einer konkreten Zielsetzung, um die bestehenden Fähigkeiten optimal auszunutzen.

 

Anwendungsgebiete des Bobath-konzepts

Allgemeine pädiatrische Auffälligkeiten:

  • Entwicklungsverzögerung
  • Frühgeborene
  • Asymmetrien (des Schädels, eine Seite wird bevorzugt)
  • Wahrnehmungsstörungen
  • Koordinationsprobleme
  • Sensomotorische Entwicklungsstörungen
  • Hypotonie
  • Hypertonie
  • Defizite in der Grob- und Feinmotorik
  • Unterstützung der Eltern beim Handling (Lagern, Tragen...)

Neurologische Erkrankungen:

  • Cerebralparese (CP)
  • Syndromerkrankungen
  • Plexusparese
  • Muskelerkrankungen

Orthopädische Erkrankungen:

  • Fußfehlstellungen (Sichelfuß, Klumpfuß, Hackenfuß)
  • Hüftfehlstellungen
  • Haltungsschwäche
  • Torticollis (angeborener muskulärer Schiefhals)
  • nach OPs, Unfällen, Gipsruhigstellung